Der Teide-Nationalpark auf Teneriffa

Der Teide-Nationalpark befindet sich auf der Insel Teneriffa und gehört zu spanischem Staatsgebiet. Bekannt ist der Park durch seinen Vulkan Teide, der sich 3718 Meter majestätisch über die Insel herhebt. Dieser ist weltweit der drittgrößte Inselvulkan, und eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Teneriffa. Außerdem ist er die höchste Erebung von ganz Spanien. Um den Teide herum erstreckt sich ein Nationalpark, der auf die Liste des Weltnaturerbes der UNESCO aufgenommen wurde. Dieser Park steht streng unter Naturschutz und ist einer der meistbesuchten Nationalparks der Erde.

Der Vulkan erhebt sich aus einer 17 Kilometer Durchmesser großen Caldera, man nennt sie Las Canadas. In der Caldera selbst haben sich auch bizarre Gesteinsmassen von erkalteter Lava gebildet, die sich im Laufe von vielen Jahren aufgetürmt haben, und einen nachhaltigen Eindruck auf den Betrachter hinterlassen. Trotz der ganzjährig frühlings - bis sommerhaften Temperaturen, ist es hier oben schon recht kühl. In den Wintermonaten bedeckt sogar Schnee den Teide. Der gesamte Bereich liegt bereits oberhalb der Baumgrenze.

Durch den Nationalpark führen gut ausgebaute Straßen und ist für Jedermann zugänglich. Täglich werden von den Reiseveranstaltern gut organisierte Busreisen angeboten, um die einzigartige Landschaft zu geniessen. Auch privat kann man mit einem Pkw die Umgebung erkunden. Von allen Teilen der Insel Teneriffa führen Straßen in den Park. Aufpassen sollte allerdings jeder Tourist, dass die Hinweise und Besucherregeln der Parkwächter eingehalten werden. Verunreinigungen und das Sammeln von Vulkangestein ist streng verboten, und wird mit einer nicht geringen Srafe geahndet. Auch am Flughafen wird bei Abreise das Gepäck durchleuchtet, und heimlich mitgenommenes Gestein muß wieder ausgepackt werden. Wer aber auf Vulkangestein als Reiseandenken nicht verzichten möchte, für den bieten zahlreiche Shops zu fantasievollen Figuren bearbeitete Steine zum Verkauf an.

Der Vuklankegel selbst ist nicht befahrbar. Zum Krater hinhauf führt ein beschildeter Weg, auch eine Seilbahn ersrtreckt sich bis fast hinauf ( ca. 150 vor Gipfelhöhe). Die Seilbahn ist aber bei windigem und schlechtem Wetter außer Betrieb. Im oberen Bereich der Berges befinden sich auch einige Wanderwege die kein bergsteigerisches Können abverlangen. Wanderungen auf den Kegel müssen aber vorher bei der Nationalparkverwaltung genehmigt werden. Das Büro der Behörde befindet sich in Santa Cruz im Norden von Teneriffa.

Nicht nur für Touristen ist der Teide eine interessante Naturattraktion, sondern auch für Geologen und Vulkanologen. Auf der Insel wurde ein Zentrum für Vulkanismus gegründet, dort finden sich regelmäßig Wissenschaftlern aus aller Welt zu Tagungen ein. Der Teide wird rund um die Uhr, von einer direkt sich im Nationalpark befindenten Forschungs- und Meßstation, überwacht. Der letzte Ausbruch fand am 18. November 1909 statt, in einem Schlackenkegel 10 Kilometer nordwestlich des Gipfels. Experten vermuten einen erneuten Ausbruch nach ca. 100 Jahren, diese Vermutung hat sich aber bis heute nicht bestätigt.